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Kassaprüfer
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JUNGJÄGER
VEREWIGTE WAIDKAMMERADEN
Natur. Wild. Verantwortung.
Das Jagdgebiet der Ebenthaler Gemeindejagd liegt südöstlich der Landeshauptstadt Klagenfurt und ist geprägt von einer außergewöhnlichen Vielfalt an Landschaftsräumen. Wald und Wiesen, Äcker und Auwälder, Bäche und Flussläufe, Siedlungsräume und naturnahe Rückzugsgebiete liegen hier unmittelbar nebeneinander.
Auf rund 1.201 Hektar jagdlich nutzbarer Fläche betreuen wir ein Revier, das nicht nur Lebensraum für unser heimisches Wild ist, sondern zugleich Erholungsraum für die Menschen und ein wertvoller Bestandteil der Ebenthaler Kulturlandschaft.
Das Landschaftsbild Ebenthals wird wesentlich durch den Sattnitzzug geprägt. Seine ausgedehnten Waldflächen, steilen Konglomeratwände und dazwischenliegenden Rodungsinseln bieten dem Wild wichtige Einstände und Rückzugsräume. An den Waldrändern schließen Wiesen und landwirtschaftlich genutzte Flächen an, die wichtige Äsungsflächen darstellen.
Nördlich des Sattnitzzuges prägen größere landwirtschaftliche Flächen und Siedlungsbereiche das Landschaftsbild. Entlang von Glan und Gurk finden sich wertvolle Auwälder und Feuchtlebensräume. Im Süden reichen die Landschaftsräume bis an die Drau.
Gerade dieses Nebeneinander unterschiedlicher Lebensräume macht den besonderen Charakter unseres Reviers aus. Die Marktgemeinde Ebenthal selbst beschreibt drei prägende Landschaftstypen: die landwirtschaftlich und siedlungsgeprägten Bereiche nördlich der Sattnitz, den bewaldeten Sattnitzzug sowie die ebenen Flächen entlang der Drau.
Wo unterschiedliche Lebensräume aufeinandertreffen, findet auch eine vielfältige Tierwelt ihren Platz. Rehwild, Niederwild und zahlreiche andere heimische Wildtiere nutzen die Wälder, Wiesen, Feldgehölze und Gewässerbereiche des Reviers.
Jagd bedeutet für uns weit mehr als die Erlegung von Wild. Waidgerechtigkeit, Hege und der Schutz des Lebensraumes sind wesentliche Bestandteile unserer Arbeit. Wir kümmern uns um die Verbesserung und Erhaltung von Lebensräumen, unterstützen die Kitzrettung vor der Mahd und arbeiten eng mit den Grundeigentümern und der Landwirtschaft zusammen.
Die Jagdgesellschaft der Ebenthaler Jäger versteht die Jagd als verantwortungsvolle Aufgabe gegenüber dem Wild, der Natur und der Gesellschaft. Auch die heutige Jagdgesellschaft stellt die Verbindung von Jagd, Hege und Lebensraumerhaltung ausdrücklich in den Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Für uns ist Jagd untrennbar mit Hege, Waidgerechtigkeit und Verantwortung für den Lebensraum verbunden.
Die Arbeit der Jägerschaft beginnt und endet nicht mit der Jagd. Die Pflege von Lebensräumen, die Niederwildhege, die Unterstützung der Landwirtschaft und insbesondere die Kitzrettung vor der Mahd gehören ebenso zu unseren Aufgaben.
In den vergangenen Jahren konnten mit Hilfe von Wärmebildtechnik und Drohnen zahlreiche Kitze vor dem Mähtod bewahrt werden. Voraussetzung dafür ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägerschaft.
Auch die Schaffung und Pflege von Äsungs- und Einstandsflächen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Hegearbeit. Damit wollen wir dem Wild geeignete Lebensräume erhalten und gleichzeitig einen Beitrag zur ökologischen Vielfalt unseres Reviers leisten.
Die besondere Lage Ebenthals bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich. Der Sattnitzzug und die umliegenden Wald- und Wiesenflächen sind ein beliebtes Naherholungsgebiet – nicht nur für die Ebenthaler Bevölkerung, sondern auch für Menschen aus dem nahegelegenen Klagenfurt.
Wir freuen uns, wenn Menschen die Natur erleben und unsere Landschaft genießen. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis dafür, dass Wald und Flur nicht nur Erholungsraum für uns Menschen, sondern vor allem Lebensraum für Wildtiere sind.
Besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden sowie während der Brut- und Setzzeit sind Wildtiere auf Ruhe angewiesen. Freilaufende Hunde, das Verlassen der Wege oder wiederholte Störungen in den Einständen können dazu führen, dass Wild seine vertrauten Rückzugsräume meidet.
Unser Wunsch ist deshalb ein respektvolles Miteinander: auf den Wegen bleiben, Hunde unter Kontrolle halten und Rückzugsbereiche des Wildes respektieren. So können Naturerlebnis und Wildtierlebensraum miteinander bestehen.
Eine leider immer wieder auftretende Belastung unseres Reviers ist die illegale Ablagerung von Haus- und Sperrmüll.
Was irgendwo im Wald schnell „entsorgt“ wird, bleibt dort oft über Jahre bestehen. Plastik, Glas, Metall, Bauschutt oder andere Abfälle sind nicht nur ein unschöner Anblick, sondern können für Wildtiere zu einer unmittelbaren Gefahr werden. Tiere können sich verletzen oder Abfälle aufnehmen. Darüber hinaus können Schadstoffe in den Boden und in den Naturkreislauf gelangen.
Wir appellieren daher an alle Besucher unseres Reviers:
Was man in den Wald mitnimmt, sollte man auch wieder mit nach Hause nehmen. Für sich selbst und künftige Generationen.
Unser Wald ist kein Müllplatz. Er ist Lebensraum.
Eine weitere zunehmende Herausforderung ist die illegale Nutzung des Waldes durch Motorräder sowie das Befahren des Geländes mit Mountainbikes und Downhill-Rädern abseits dafür vorgesehener und erlaubter Strecken.
Das Problem ist dabei nicht die Freizeitaktivität an sich. Sport und Bewegung in der Natur haben ihren berechtigten Platz. Problematisch wird es, wenn Wege verlassen, neue Trails angelegt oder sensible Wald- und Rückzugsbereiche befahren werden.
Insbesondere motorisierte Fahrzeuge sorgen durch Lärm und ihre Geschwindigkeit für eine starke Beunruhigung des Wildes. Aber auch plötzlich auftauchende Mountainbiker abseits der Wege können Wildtiere aufschrecken und dazu führen, dass diese ihre Einstände verlassen.
Hinzu kommen Schäden an Waldboden, Vegetation und bestehenden Wegen. Werden neue Abfahrten oder Trails eigenmächtig angelegt, verändert dies den Lebensraum dauerhaft.
Wir bitten deshalb alle Freizeitnutzer, ausschließlich dafür vorgesehene und freigegebene Wege und Strecken zu benutzen und die Grenzen zwischen Erholung und Eingriff in den Lebensraum zu respektieren.
Unser Jagdgebiet ist Teil einer lebendigen Kulturlandschaft. Hier treffen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Freizeitnutzung unmittelbar aufeinander.
Das funktioniert nur, wenn wir aufeinander Rücksicht nehmen.
Wir als Ebenthaler Jäger sehen uns als Teil dieses Lebensraumes und tragen Verantwortung für sein Wild und seine natürlichen Lebensgrundlagen. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass die Wälder, Wiesen und Gewässer auch in Zukunft ein intakter Lebensraum für Wildtiere bleiben.
Dafür braucht es nicht nur die Jägerschaft.
Es braucht Grundeigentümer, Landwirte, Forstleute, Gemeinde, Naturschützer, Freizeitsportler und Erholungssuchende – und vor allem Menschen, die bereit sind, ein Stück Verantwortung für die Natur zu übernehmen.
Er betritt den Lebensraum unserer Wildtiere.
Wir bitten um Respekt.
Wir stehen für Verantwortung.
Wir leben Waidgerechtigkeit.
Ihre Jagdgesellschaft der Ebenthaler Jäger
Unser Ewald ist stets ein treuer Begleiter der Ebenthaler Jagdgesellschaft,
sei es bei der schweißtreibenden Arbeit als Treiber, als auch beim anschließenden Schüsseltrieb....